SWR Fernseh-Doku zur GOT: „Die Story - Tierisch teuer – was hinter den hohen Tierarztkosten steckt“

Szene
Doku zur Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). „Die Story - Tierisch teuer – was hinter den hohen Tierarztkosten steckt“ ist in der ARD Mediathek zu finden und bei YouTube. Foto: ARD Mediathek Doku zur Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). „Die Story - Tierisch teuer – was hinter den hohen Tierarztkosten steckt“ ist in der ARD Mediathek zu finden und bei YouTube. Foto: ARD Mediathek
Morgen strahlt der SWR um 21 Uhr eine Doku zur Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) aus. „Die Story - Tierisch teuer – was hinter den hohen Tierarztkosten steckt“ ist anschließend in der ARD Mediathek zu finden und bei YouTube.

Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ist Gegenstand der Fernseh-Doku „Die Story: Tierisch teuer – was hinter den hohen Tierarztkosten steckt“. Tierhalterinnen und -halter, Tierärzte und Politik kommen darin zu Wort. Der SWR verspricht einen „Film über ein System unter Druck – und die Frage, wie bezahlbar Tierliebe künftig noch ist“. Die Doku kann in der ARD Mediathek und auf YouTube abgerufen werden. Im linearen ARD-Programm läuft der Film am Dienstag, 19. Mai ab 21 Uhr.


Vereinigung Deutscher Tierhalter warnt weiterhin


Im Zusammenhang mit der TV Doku mahnt die Vereinigung Deutscher Tierhalter (VDTH) weiterhin grundsätzliche Änderungen und eine Abkehr von der GOT an. In einer Pressemitteilung fasst der Verein seine grundsätzlichen Positionen zusammen:


Nachregulierung der GOT keine Lösung


Die aktuelle GOT schützt Tierhalter nicht ausreichend. Grund sind nicht nur die erhöhten Gebührensätze, sondern auch große Ermessensspielräume, die kommerziell genutzt werden. Eine Einschränkung dieser Spielräume wäre bürokratisch aufwendig und steht im Konflikt mit EU-Richtlinien.


VDTH fordert deshalb die Abschaffung der GOT


Die GOT ist für eine Fortschreibung ungeeignet, da die Gebührensätze unsystematisch und ohne aktuelle Kostengrundlage festgelegt wurden. Erneute Erhöhungen ohne fundierte Kalkulation sind nicht akzeptabel.


Nach Abschaffung der GOT könnten Praxen Preise individuell kalkulieren, Vorsorgepläne anbieten und Versicherungen Pauschalen für Behandlungen vereinbaren. Dies würde die Kosten transparenter und kalkulierbarer machen.


Begleitend muss Transparenz, Verbraucheraufklärung und eine kartellrechtliche Überwachung sichergestellt werden.


Unverbindlichkeit der GOT - ein fauler Kompromiss?


Eine Unverbindlichkeit der GOT würde die Probleme verlängern, da die alten Sätze weiterhin als Maßstab dienen. Ein echter Fortschritt wäre damit nicht erreicht.


In Österreich wurde die Gebührentabelle abgeschafft, stattdessen gibt es Honorarempfehlungen. Ein ähnliches Modell mit Richtwerten könnte auch in Deutschland Orientierung bieten.


Podcast "Erzähl mir was vom Pferd"
Podcast „Erzähl mir was vom Pferd“ zur GOT Hier geht’s direkt zur Folge

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