Kent Farringtons Neuzugang Descartes SR gewinnt in Kentucky seinen ersten CSI5*-Großen Preis

Descartes – Farringtons nächster Überflieger von der Sorte Greya

Springen
Kent Farrington und Descartes SR siegen bei der Major League of Showjumping Etappe in Kentucky. Foto: MLSJ/Meraki Creative Group Kent Farrington und Descartes SR siegen bei der Major League of Showjumping Etappe in Kentucky. Foto: MLSJ/Meraki Creative Group
In Kentucky wurde letztes Wochenende nicht nur auf Fünf-Sterne-Niveau Busch geritten, sondern auch gesprungen. Der Große Preis ging an Weltcup-Sieger Kent Farrington mit seiner großen Zukunftshoffnung.

Anfang Januar gewann Weltcup-Sieger Kent Farrington in Ocala einen nationalen Grand Prix mit einem neunjährigen Pferd, von dem er schon damals sagte, es habe ein „unglaubliches Vermögen und viel Kraft“. Der Name des Pferdes lautet Descartes SR.


Dieser Caramelo-Sohn ging nun bei der Major League of Showjumping (MLSJ)  in Kentucky seinen ersten Fünf-Sterne Grand Prix, nachdem er sich nach dem viel versprechenden Jahresauftakt in Ocala noch mehrfach gut platzieren konnte. Fehlende Erfahrung macht Descartes offenbar durch Talent wett. Er gewann die Prüfung mit genau 0,5 Sekunden Vorsprung auf den nach einem Sturz wiedergenesenen McLain Ward mit High Star Hero und dem irischen Olympia- und Championatspaar Shane Sweetnam/James Kann Cruz. Dabei waren Farrington und Descartes SR erstes Paar im Stechen, blieben aber das einzige, das die Ziellinie in weniger als 40 Sekunden kreuzte.


Richard Vogel und Abou-Chaker NRW erreichten zwar das Stechen, hatten hier aber 16 Strafpunkte. Das reichte für Platz sechs, während René Dittmer und Corsica X das Stechen nach einem Abwurf im Normalparcours verpassten. Neun Fehler waren es bei Christian Kukuk und Fantasia de Wy.


McLain Ward, der mit High Star Hero Ende Februar in Wellington Fünf-Sterne-siegreich gewesen war,  trug die Niederlage mit Fassung. „Natürlich bin ich etwas enttäuscht, aber gegen denjenigen zu verlieren, den ich momentan für den Besten der Welt in diesem Sport halte, darin liegt auch ein Trost.“


Eine seltene Mischung


Kent Farringtons next Superstar ist ein mexikanisches Sportpferd, das vor allem Holsteiner und niederländische Ahnen – basierend auf einem Trakehner Stutenstamm – in seinem Pedigree führt. Ehe der Wallach im Herbst vergangenen Jahres auf einen Tipp des mexikanischen Springreiterkollegen Frederico Pasquel zu Farrington wechselte (Farrington: „Francisco Pasquel rief mich an und meinte, er hätte in Mexiko ein unglaubliches Pferd für mich. Ich müsste kommen und es ausprobieren.“), gehörte er der Rancho Santa Rosa, daher das „SR“ im Namen.


Farrington, eigentlich keiner, der dafür bekannt ist, sich zu ekstatischen Jubelstürmen hinreißen zu lassen, war nach seinem Sieg geradezu euphorisch: „Ich bin total begeistert von diesem Pferd. Er hat einen unglaublichen Galoppsprung. Er hat einen Raumgriff wie ein Rennpferd und dabei trotzdem noch die Kraft für einen hohen Sprung am letzten Hindernis – eine seltene Kombination von Eigenschaften bei einem Pferd. Ich hatte bis zum letzten Hindernis vollstes Vertrauen in ihn.“


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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