Stefan Engbers siegt in Hagen, phänomenale Chakaria Zweite

Springen
Stefan Engbers gewinnt auf Baju NRW den Großer Preis bei Horses & Dreams vor André Thieme und DSP Chakaria. Foto: sportfotos-lafrentz.de Stefan Engbers gewinnt auf Baju NRW den Großer Preis bei Horses & Dreams vor André Thieme und DSP Chakaria. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Stefan Engbers hat den Großen Preis in Hagen a.T.W. gewonnen. Mit Baju NRW v. Balou du Rouet absolvierte er den Stechparcours über 1,55 Meter in 41,41 Sekunden – und ließ damit André Thieme und DSP Chakaria knapp hinter sich. Dabei gab die Stute buchstäblich alles und bewies ihre Genialität auf der letzten Linie.

50 Paare waren in der CSI3*-Prüfung am Start. Ein Dutzend kamen ins Stechen. Stefan Engbers ging als viertletzter Starter in den Stechparcours – mit einem klaren Plan. Den Sieg galt es auf der letzten Linie des Parcours klarzumachen. Der Weg zum vorletzten Sprung: sechs Galoppsprünge mussten reiten, wer vorn ein Wort mitsprechen wollte. Ideal für Engbers Wallach Baju NRW. „Viele Optionen gab es nicht“ sagte der Sieger. „Bei den sechs Galoppsprüngen auf den vorletzten Sprung wusste ich, dass das für meinen Schimmel gut funktioniert. Der Rest lief dann fast von alleine.“


Kein Spaziergang


So ganz von alleine lief es dann doch nicht. Schließlich war ja Konkurrenz am Start, die auch wusste, wie ein Stechen zu gewinnen  ist. Allen voran André Thieme und Chakaria, die sich nach längerer Pause in Florida vor ein paar Wochen eindrucksvoll zurückgemeldet hatten. André Thieme hatte ursprünglich Hamburg als nächste Turnieretappe geplant, entschied sich dann bewusst für Hagen. Der Grund war nicht nur der Parcours. Bundestrainer Otto Becker schaute zu, die WM in Aachen wirft ihren Schatten voraus. „Jede Runde zählt jetzt, wenn man noch höhere Ziele in diesem Jahr erreichen will“, sagte Thieme. Doch die Ideallinie erwischte der Mecklenburger nicht, sodass seine Chap-Tochter doch sieben statt sechs Galoppsprünge machen musste. Und mit dem siebten stand sie quasi vor dem Sprung, schaffte es aber doch noch fehlerfrei auf die andere Seite.


Thieme war trotz Platz zwei nicht nur zufrieden, sondern happy: „Ich bin sehr glücklich, wie Chakaria hier gesprungen ist.“ Stefan Engbers war 2023 bereits Vierter bei Horses &Dreams gewesen. „Dass wir hier beim Jubiläum (20 Jahre gibt es das Turnier auf dem Hof Kasselmann bereits) den Großen Preis gewinnen, macht mich unglaublich stolz.“ Für Engbers ein Triumph, der auf einer Stufe ein mit seinem Nationenpreis-Sieg beim CSIO Hickstead 2025 anzusiedeln ist.


Dee als erster Starter im Stechen


Der Neuseeländer Luke Dee hatte lange Zeit wie der Sieger ausgesehen. Er legte als erster Starter im Stechen der besten Zwölf eine Zeit vor, die lange Bestand hatte. Dee riskierte alles – und kassierte dafür Platz drei. „Am Ende gab es mehr Nullrunden als erwartet, also musste ich alles riskieren.“ Gangster WW, ein zehnjähriger Grand-Slam-Sohn, den Dee als Sechsjährigen gekauft hat, zeigte sich in starker Form. Seit dem Weltcup-Finale in Basel 2025 ist Dee überwiegend in Europa stationiert, betreut unter anderem von Emile Hendrix, der ihn auch in Hagen begleitete. Gangster entstammt derselben Familie wie der Hengst Fergar Mail, Vater unter anderem von Lam de Fétan/Thimothée Anciaume (FRA) und Singular LS La Silla (Maria Getzer (SWE) und Marcus Ehning).


Ergebnisse Großer Preis Horses & Dreams 2026


 


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