Undankbarer vierter Platz nach super Auftritten für Dittmer und Cody
Ihr Glück war René Dittmers Pech. Denn am Ende hatten beide, Dinan mit Out of the Blue und Dittmer mit Cody, jeweils neun Strafpunkte auf dem Konto. Doch Dinan und ihre Verdi-Tochter hatten die schnellere Zeit im letzten Springen. Das gab den Ausschlag. Damit holten sie sich Rang drei und Dittmer und Cody wurden undankbare Vierte. Sie hätten definitiv auch einen Platz auf dem Treppchen verdient gehabt!
Denn René Dittmer und der Casall-Sohn Cody, die sich lediglich einen Abwurf im Stechen der zweiten Wertungsprüfung zuschulden kommen ließen, haben dieses Wochenende einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Runde für Runde lieferten sie ab, kamen auch heute nichtmal in die Nähe einer Stange. In der Form haben sie sich für weitere Aufgaben empfohlen.
Versöhnlicher Abschluss
Das gilt auch für Richard Vogels Gangster Montdesir. Nachdem der Europameister am Freitag ja am letzten Sprung sogar aus dem Sattel gekommen war, weil die Distanz so gar nicht passte, legten er und sein Selle Français-Hengst heute zwei makellose Runden hin, mit denen sie in der Endabrechnung sogar noch unter den Top Ten landeten und Neunte wurden.
Das war wieder der Richard Vogel, den man kennt – fokussiert und mit perfektem Gefühl für Rhythmus und Timing steuerte er seinen erst zehnjährigen Kannan-Sohn durch beide Kurse.
„Ich bin erleichtert“, gab er unumwunden zu. „Er gibt immer mehr als 100 Prozent und ich bin ihn einfach schlecht geritten. Ich bin froh, dass ich ihm heute noch zwei gute Runden geben konnte. Seine Qualität ist außergewöhnlich. Er hat gezeigt, dass er ein Championatspferd ist. Nur ich war schlecht.“
Zwei Verweigerungen im Finale
Der einzige, der heute enttäuscht war, war Patrick Stühlmeyer mit Baloutaire PS. Die beiden hatten eine tolle Saison und schafften es auch in Fort Worth unter die besten 30 für das heutige Finale. Doch mit einer zweifachen Kombination aus einfachen weißen Steilsprüngen und zusätzlich einer Wassermatte unter dem Aussprung wollte Baloutaire sich so gar nicht anfreunden. Er verweigerte einmal. Stühlmeyer ritt erneut an. Aber Baloutaire sagte Nein. Damit war die Reise für die beiden an dieser Stelle leider zu Ende.
Tatsächlich waren es keine 30 Paare, die heute noch einmal antraten, sondern nur 28. Eiken Sato, der nach der zweiten Wertung auf einem aussichtsreichen vierten Platz in der Gesamtwertung lag (gleichauf mit Daniel Deusser), musste seinen Chadellano zurückziehen. Der Wallach habe nach dem gestrigen zweiten Vet-Check, den er noch anstandslos passiert hatte, leichte Koliksymptome gezeigt. Er wurde in die Klinik gebracht. Gute Besserung an dieser Stelle!
Ebenfalls zurück gezogen hatten Johan Sebastian Gulliksen und Harwich VDL.
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