CSI4* in Arezzo mit top Ausbeute für Deutschlands Springreiter
Deutsche Springreiter sahnen bei Toscana Tour ab
Die beiden besten Deutschen im Großen Preis von Arezzo: Jens Wawrauschek und Mava S, hier 2025 in Hamburg. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Als letzter Starter im Stechen um den Großen Preis (1,55 Meter) mit nur fünf Teilnehmern schnappten die britischen Bronzemedaillengewinner der WM 2022, Joseph Stockdale und seine Holsteiner Stute Cacharel, Jens Wawrauschek im Sattel von Mava S den Sieg vor der Nase weg. Stockdales 15-jährige Cachas-Tochter brauchte 43,57 Sekunden für ihre fehlerfreie Runde, Wawrauscheks elfjährige Brandenburger DSP-Stute v. Messenger 44,64 Sekunden, ebenfalls ohne Abwurf.
Von fünf Startern im Stechen gelang nur dreien eine zweite fehlerfreie Runde. Der dritte im Bunde war mit Roberto Previtali ein Vertreter der Gastgeber. Er hatte den Hannoveraner Hengst Quirinus v. Quality Time TN gesattelt und setzte auf Sicherheit: 49,41 Sekunden brachten ihm dank der Fehler der anderen Rang drei ein.
Der schnellste von allen war Michael Viehweg auf Contario in 42,83 Sekunden. Allerdings bezahlten sie den Mut zum Risiko mit einem Abwurf. Trotzdem, Rang vier war ein toller Erfolg.
Dank einer schnellen Vier-Fehler-Runde schafften es auch Sandra Auffarth und Quirici H in die Schleifenränge. Platz acht wurde es für sie.
Jeweils vier Fehler, aber ohne Platzierung waren es bei Marie Ligges auf Ballerina, Christian Ahlmann mit Untouched LB und Maximilian Weishaupt auf Zuccero. Die Sieger von Freitag, Gerrit Nieberg und IB Queen kassierten diesmal zwei Abwürfe.
Plätze zwei, drei, vier und mehr in der Silver Tour
Im Finale der Silver Tour ging es über 1,45 Meter mit Stechen. Hier stellte Denis Lynch (IRL) einen 13-jährigen belgischen Cadeau de Muze-Sohn mit Namen Mr. Newman vor. Ganz neu ist der Fuchs nicht mehr für Lynch. Im August vergangenen Jahres waren die beiden erstmals zusammen im Turniereinsatz. In den Sport gebracht wurde Mr. Newman von Kai Ruggaber und vertrat mit ihm unter anderem die deutschen Farben beim EEF Nationenpreis in Thessaloniki 2025. Das heute war allerdings der erste Sieg in einem Großen Preis für das Pferd.
In fehlerfreien 34,61 Sekunden trug er Lynch zum Sieg vor Christian Ahlmann auf Applebridge Tag Z (0/34,87). Dahinter reihten sich zwei weitere deutsche Paare ein: Marie Ligges mit Ruby Go L (0/35,92) und Gerrit Nieberg auf dem neunjährigen Diamant de Semilly-Sohn Don Plus (0/37,36), den der 2022er Aachen-Sieger schon seit ein paar Jahren Schritt für Schritt an höhere Aufgaben heranführt.
Ins Stechen hatten es neun Paare geschafft. Das mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde im ersten Umlauf waren die Weltmeisterin der Springreiter von 2018, Simone Blum, und die elfjährige Hannoveraner Stute London’s Petite PS v. London, gezogen in der Lewitz und schon seit gut vier Jahren mit Blum und ihrem Mann Hansi im Parcours unterwegs.
Ebenfalls noch im Geld mit vier Fehlern waren Jens Wawrauschek Cellestic Top auf Platz 14.
Alle Ergebnisse aus Arezzo finden Sie hier.