EIA Zufallsbefund in Thüringen
Ansteckende Blutarmut der Einhufer in Thüringen
Foto: Archiv Toffi-images.de Im Wartburgkreis in Thüringen musste ein 33-jähriges Pferd aufgrund von Altersbeschwerden eingeschläfert werden. Symptome von Equiner Infektiöser Anämie habe es nicht gezeigt, heißt es in einer Meldung des „Stern„. Doch es seien Blutproben genommen worden, die gezeigt haben, dass das Pferd ein Träger es EIA Virus war. Das Friedrich Löffler Institut hat die Diagnose bestätigt, wie auch das Thüringische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie bestätigt.
Das Ministerium erklärt, das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt habe die erforderlichen tierseuchenrechtlichen Maßnahmen eingeleitet. Das bedeutet, es werden potenzielle Empfängertiere im Umkreis von einem Kilometer um den Heimatstall des betroffenen Pferdes beprobt und es werden eventuelle Kontakttiere identifiziert.
Wie das betroffene Tier selbst sich angesteckt hat, ist noch unklar.
Über die Equine Infektiöse Anämie (EIA)
EIA ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Pferde, Esel und Zebras bzw. deren Kreuzungen befällt. Es handelt sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die potenziell tödlich verlaufen kann. Ein Pferd kann Träger des Virus sein, ohne selbst klinische Symptome zu zeigen.
Bricht EIA aus, können die Pferde Fieber haben, apathisch sein und Probleme haben, sich zu bewegen. Auch punktuelle Einblutungen in Schleimhäuten und Lidbindehaut sind typisch. Bei chronischem Verlauf zeigen sich wiederholte Fieberanfälle, Verlust der Leistungsfähigkeit und Ödeme am Bauch und an den Gliedmaßen.
EIA ist nicht heilbar. Betroffene Tiere bleiben lebenslang Träger des Virus und stellen eine potenzielle Ansteckungsgefahr für andere Pferde da, weshalb eine Tötung betroffener Tiere unausweichlich ist.
Dabei wird EIA durch blutsaugende Insekten, aber auch durch direkten Kontakt der Pferde untereinander übertragen. Für Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr.
EIA tritt weltweit auf, jedoch gehäuft in Asien, Osteuropa und Südamerika. In Deutschland wurden seit 2010 bundesweit 72 Fälle registriert. In Thüringen trat der letzte Fall im Dezember 2011 auf.