Mitglieder der Young Riders Academy 2026
Auf den Spuren von Hinners, Charles, Vogel & Co. – die Young Riders Academy 2026
Die Kandidaten für die Young Riders Academy 2026, von denen letztlich elf ausgewählt wurden, mit dem Team. Foto: YRA Wenn man liest, wer schon alles eine Saison lang im Rahmen der Young Riders Academy Wissen aus allen Bereichen rund um den Springsport aufsaugen durfte, muss davon ausgehen, dass dieses Konzept eine Erfolgsgeschichte ist. Die Liste reicht von Bertram Allen (IRL) als Absolvent der ersten Stunde 2014 über Mannschaftsolympiasieger Harry Charles (2018) bis hin zum Europameister und jüngst ‘s-Hertogenbosch-Sieger Richard Vogel (2020). Aber auch die spätere WM-Dritte Laura Klaphake (2016) war dabei, die EM-Dritte Sophie Hinners in einem Jahrgang (2019) mit Michael Pender (IRL), Philipp Schulze Topphoff und Joseph Stockdale (2022) sowie von 2023 der belgische Mannschaftseuropameister Thibeau Spits und Hannes Ahlmann als einer der ganz großen deutschen Hoffnungsträger für den Sport.
Auswahlprozess
26 Bewerber trafen am 16. und 17. März in Peelbergen (NED) zusammen, um sich der Auswahljury zu stellen. Dazu gehörten für die sportlichen Aspekte die Springausbilder Jens Fredricson (SWE) und Jeroen Dubbeldam (NED). Der Schwede Sven Holmberg ist seit Jahr und Tag sportlicher Leiter der Akademie. Direktorin ist Eleonora Ottaviani (ITA) vom International Jumping Riders Club.
Sie erklärten, dass es bei der Entscheidung für die Zusammensetzung der Gruppe nicht nur um das reiterliche Talent geht. „In dieser Phase ist nicht nur das entscheidend, was wir im Parcours sehen. Es geht vielmehr um die Perspektive der Reiter. Das Ziel ist es, junge Reiter zu finden, die das Talent, die Einstellung und den Willen dazu haben, sich durch jeden einzelnen Aspekt des Programms weiterzuentwickeln.“
Jens Fredricson: „Wie suchen nach echter Leidenschaft für den Sport und langfristigen Zielen. Wir müssen das Gefühl haben, dass sie wirklich willens und bereit sind, den ganzen Weg bis an die Spitze des Sports zu gehen.“ Denn es geht nicht nur darum, die reiterlichen Fertigkeiten der Teilnehmer weiter zu entwickeln. In der Young Riders Academy sollen die Nachwuchstalente in alle Bereiche, die zum Sport dazugehören, hineinschnuppern – von der professionellen Stallführung über die Turnierplanung, Haltung, Fütterung und Gesundheitsmanagement ihrer Pferde bis hin zu Interviewführung. „Wir wollen sie zu Profis ausbilden“, fasste Eleonora Ottaviani zusammen.
Dieses Jahr sei die Qualität der Bewerber außerordentlich hoch gewesen. Folgende elf Talente haben es nun in die YRA 2026 geschafft.
Die Young Riders Academy 2026
Unter den elf Auserwählten des neuen Jahrgangs sind auch mehrere „Kinder von“ – Thibeau Philippaerts als jüngster Spross der vier belgischen Brüder, Mathieu Guery als Sohn des belgischen Olympia-Dritten von 2021, Jérôme Guery und Lou Puch, die Tochter des österreichischen Paralympics-Siegers und einstigen Weltklassevielseitigkeitsreiters Pepo Puch. Aber wie die oben aufgeführten Namen zeigen, es mag helfen, aber man muss nicht aus einer großen Reiterdynastie stammen, um im Sport durchzustarten. Die Young Riders Academy will dazu beitragen, dass es auch ohne den familiären Hintergrund geht. Hier die Teilnehmer 2026.
- Elisa Chimirri (ITA), geb. 9. Juni 2003, dreimal bei Nachwuchseuropameisterschaften angetreten, Platz 46 FEI U25 Ranking
- Rose de Balanda (FRA), 21. Juni 2004, viermal Nachwuchs EM, dabei 2017 U14 Silber in der Einzelwertung, Platz 718 FEI U25 Ranking
- Mathieu Guery (BEL), 24. Juli 2005, dreimal Nachwuchs EM, dabei einmal Mannschaftsbronze und einmal Teamgold sowie Einzelbronze, Platz 30 FEI U25 Ranking
- Nick Nanning (NED), 26. August 2006, viermal Nachwuchs-EM, dabei zweimal Mannschaftssilber und einmal Einzelbronze, Platz 89 FEI U25 Ranking
- Anthony Philippaerts (BEL), 28. Mai 2003, dreimal Nachwuchs EM, dabei einmal Mannschaftssilber und einmal Mannschaftsgold, Platz 141 FEI U25 Ranking
- Lou Puch (SUI), 5. März 2007, viermal Nachwuchs EM, Platz 159 FEI U25 Ranking
- Bryan Smits (SUI), 12. Dezember 2005, zweimal Nachwuchs EM, Platz 153 FEI U25 Ranking
- Emma Sophia Spanko (CZE), 9. September 2005, Einmal Nachwuchs EM, Platz 242 FEI U25 Ranking
- Leah Stack (IRL), 21. März 2003, neunmal bei Weltmeisterschaften der jungen Springpferde am Start gewesen, Platz 289 FEI U25 Ranking
- Sören Suppert (GER), 19. Januar 2003, Finalist von Deutschlands U25 Springpokal nach Sieg der ersten Etappe in Hagen, Platz 299 FEI U25 Ranking
- Thijmen Vos (NED), 1. Februar 2006, sechsmal Nachwuchs EM, dabei zweimal Mannschaftssilber, einmal Mannschaftsgold, einmal Einzelsilber, Platz 78 FEI U25 Ranking