Großer Preis beim Saut Hermès an Scott Brash
Die Nummer eins der Weltrangliste triumphiert in Paris
Scott Brash und Hello Chadora Lady. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Nur sechs Paare hatten es ins Stechen des von Santiago Varela und seinem Team entworfenen Parcours um den Großen Preis beim Saut Hermès geschafft. Der Weg dahin unter der Glaskuppel des Grand Palais war zwar nur 230 Meter lang, aber auf diesen 230 Metern standen 14 Hindernisse, 17 Sprünge inklusive zweier über Wasser und drei zweifachen Kombinationen. Es gab also genügend optische und technische Aufgaben und genug zu springen.
Hello Chadora Lady, Hello Genie
Auch der umplanmäßig längere Aufenthalt ohne Turniereinsatz in Doha konnte der Form von Scott Brashs Hello Chadora Lady nichts anhaben, wie sie heute in Paris demonstrierte.
Sechs Weltklassereiter zeigten sich Santiago Varelas Aufgabe gewachsen und Scott Brash sprang mit seiner 13-jährigen Chacco Blue-Tochter Hello Chadora Lady allen davon. Es war faszinierend zu sehen, wie der Weltranglisten-Erste und die OS-Stute aus Lewitzer Zucht zwar jedes Hindernis aus der Vorwärtsdistanz erwischten, aber die Stute trotzdem am Sprung selbst immer ein bisschen zurücksprang, um sich Platz zur Stange zu verschaffen. So blieben sie zweimal null und legten mit 32,32 eine unschlagbare Zeit hin.
Für Brash war dies der siebte Große Preis seit Jahresbeginn, den er gewinnen konnte.
Geteilter zweiter Platz
Den zweiten Platz mussten sich zwei Paare teilen, die in exakt der gleichen Zeit von 33,35 Sekunden fehlerfrei ins Ziel gekommen waren: Martin Fuchs auf Conner Jei und Harrie Smolders mit Mr. Tac.
Dahinter demonstrierte Willem Greve einmal mehr seine bestechende Form der vergangenen Wochen mit Göteborg-Sieger Grandorado. Auch die beiden waren zweimal null. Bei 34,17 Sekunden stoppte die Uhr.
Komplettiert wurde das Stechen durch den belgischen Mannschaftseuropameister Thibeau Spits auf Impress-K van’t Kattenheye (4/36,55) vor Geir Gulliksen für Norwegen mit dem Zirocco Blue-Sohn Island V G (12/42,26).
Die deutschen Resultate
Zwar nicht ins Stechen, aber dank einer schnellen Vier-Fehler-Runde in die Platzierung schafften es Daniel Deußer und Pepita van’t Meulenhof auf Rang elf.
Bei Philipp Weishaupt und Oreo D.K. fielen zwei Stangen, ebenso bei Marcus Ehning und Priam du Roset. Kendra Claricia Brinkop und Gatsby Le Magnific kamen mit zehn Strafpunkten aus dem Normalparcours.
Am Morgen hatte sich Philipp Weishaupt im Sattel der belgischen Emerald-Tochter Lady Concern du Rezidal mit einer fehlerfreien Runde den siebten Platz in einem 1,50 Meter Rahmenspringen über zwei Phasen sichern können. Sieger war hier Kristaps Neretnieks (LAT) mit Quintair vor Jérôme Guery (BEL) und Careca LS Elite sowie Emanuele Gaudiano (ITA) im Sattel von Nikolaj de Music.
Alle Ergebnisse aus Paris finden Sie hier.