Großer Preis von Helsinki an Eiken Sato
Da lächelt Buddha! Sieg für Eiken Sato in Helsinki
Eiken Sato und Chadellano im Weltcup-Springen von Göteborg. Foto: Kim C. Lundin Es ist ein weiter Weg aus Eiken Satos Heimat in Japan, wo er in einem buddhistischen Tempel aufwuchs, aber für sich selbst keine Zukunft als Mönch sah (mehr über Eiken Sato erfahren Sie hier). Er wollte Springreiter werden und verließ dafür seine Heimat. Eine gute Entscheidung, wie er sicherlich schon häufiger gedacht hat. Heute hat man wieder gesehen, warum.
Perfektes Stechen von Staut und Sato
Ganze 13 Paare hatten es ins Stechen des Großen Preises über 1,55 Meter von Helsinki geschafft. Als Kevin Staut mit seiner agilen zehnjährigen Kannan-Tochter Kannonqulan als fünfter Starter gegen die Uhr die Zeiten der Paare vor ihnen geradezu pulverisierte, hätte man kaum gedacht, dass es noch schneller geht als ihre 33,59 Sekunden. Die zehnjährige Stute nahm jede Wendung auf dem kleinstmöglichen Radius, ohne dabei einmal aus dem Takt zu kommen und sprang maximal effizient. Staut hatte ein äußerst zufriedenes Lächeln auf den Lippen, als er zurück in die Abreitehalle ritt. Er wusste: Das wird schwer für die Konkurrenz, wenn nicht gar unmöglich.
Seine Freude währte nicht lange. Das übernächste Paar waren Eiken Sato und sein Chadellano, viertplatziert im Weltcup-Springen von Göteborg. Der 15-jährige Chacco-Blue Sohn hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber Stauts zierlicher Stute: Er hat eine Riesenübersetzung, ist aber ähnlich wendig und genauso vorsichtig. Beides wusste Eiken Sato, dessen Gewicht im Sattel Chadellano kaum spüren dürfte, für sich zu nutzen. Er führte den Braunen geschickt auf kürzesten Wegen durch den Stechparcours und erwischte jedesmal die Ideallinie. Kaum zu glauben, aber wahr: Er nahm Staut nochmal 0,7 Sekunden ab, 32,89 zu 33,59 Sekunden.
Das war dann allerdings wirklich nicht mehr zu toppen.
Die weiteren Platzierten
Dritter wurde der Italiener Giampiero Garofalo auf dem zehnjährigen Belgier Querido van’t Ruytershof in 35,54 Sekunden, gefolgt von Frankreichs Marc Dilasser und Make my Day Z du Gevres mit nur drei Hundertsteln Abstand. Patrick Stühlmeyer und Conterno-Blue PS haben gerade die Gothenburg Trophy gewonnen und waren auch heute bestens in Form. Mit zwei fehlerfreien Runden wurden sie Fünfte.
Philipp Schulze-Topphoff hatte mit dem toll springen Vivantas einen leichten Abwurf im ersten Umlauf. Ebenso erging es Paula de Boer-Schwarz auf Vancouver. Bei Johanna Beckmann und Emelie van de Mirania Stam wurden es acht Strafpunkte.
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