Grand Prix Special Neumünster 2026

Erster Special, erster Sieg für DSP (Roh-)Diamante Negro

Dressur
Juliane Brunkhorst und DSP Diamante Negro, Sieger in beiden Prüfungen der nationalen Tour von Neumünster. Foto: sportfotos-lafrentz.de Juliane Brunkhorst und DSP Diamante Negro, Sieger in beiden Prüfungen der nationalen Tour von Neumünster. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Wie schon im Grand Prix waren Juliane Brunkhorst und DSP Diamante Negro auch im Special von Neumünster 2026 nicht zu schlagen – und das gleich im ersten Anlauf, denn für den zehnjährigen DSP-Wallach war das heute der erste Auftritt in der Aufgabe, in der bei Welt- und Europameisterschaften die Einzelmedaillen verteilt werden.

Es war eine knappe Entscheidung heute am frühen Sonntagmorgen im Grand Prix Special der nationalen Tour von Neumünster. Doch am Ende konnten sich DSP Diamante Negro und seine Ausbilderin Juliane Brunkhorst mit 71,471 Prozent gegen Nicole Wego-Engelmeyer und DiCaprio OLD durchsetzen. Hier waren es 71,294 Prozent. Drei Richter hatten Brunkhorst und Diamante Negro auf Rang eins, zwei auf Platz zwei. Bei dem Duo vom Hof Kasselmann war es andersherum.


Nicole Wego-Engelmeyer kann sich außerdem auf die Fahnen schreiben, die Ausbilderin des Pferdes auf Rang drei gewesen zu sein, der elfjährigen Rappstute Santa Maria. Die gehört nun der Schweizerin Daniela Eggenberger, die sich heute über 69,196 Prozent freuen konnte. Die Sandro Hit-Urenkelin kommt mit einer beeindruckenden Mechanik daher, dürfte aber sehr viel mehr durch den Körper arbeiten.


DSP (Roh-)Diamante Negro


Das Siegerpaar Juliane Brunkhorst/Diamante Negro ist seit vier Jahren zusammen im Viereck unterwegs. Brunkhorst übernahm den Beritt des Brandenburger DSP-Wallachs v. DeLorean aus der Zucht der ZG Krohn und Dötschel kurz vorm Bundeschampionat 2022. Das war das erste gemeinsame Turnier für die beiden. Mit dem Sieg im kleinen Finale qualifizierten sie sich für die Entscheidung, wo sie 15. wurden. Zwei Jahre später belegte Diamante Negro Rang zwei im Nürnberger Burg-Pokal. Im Jahr darauf war er auf S***-Niveau angekommen und ging im Louisdor-Preis Finale, wo er sich jedoch deutlich unter seiner normalen Form zeigte.


Das war in Neumünster anders. Schon im Grand Prix – dem dritten im Leben des Zehnjährigen – gelang den beiden eine ausgesprochen schöne Runde, die verdientermaßen mit dem Sieg belohnt wurde. Auch wenn der hoch elastische Dunkelbraune noch Zeit braucht, um mehr Kraft zu gewinnen. Das sah man auch heute.


In den Passage-Reprisen war er nicht immer geschlossen und fußte nicht immer ganz gleichmäßig durch. Geschlossener muss er auch noch in den Pirouetten werden. Und die Piaffen sind zwar aktiv, diagonal und taktmäßig, aber noch sehr im Vorwärts angelegt. Gleichzeitig bringt Diamante Negro ein ausgesprochenes Talent für diese Lektionen mit, gerade für die Übergänge.


Highlights der heutigen Vorstellung waren heute unter anderem die Zweierwechsel, die Traversalverschiebungen in Trab und Galopp und die Verstärkungen, vor allem aber das positive Gesamtbild des vertrauensvoll mitarbeitenden Wallachs bei zufriedener, feiner Anlehnung.


Schade: Ein Fehler in den Einerwechsel zwischen den Pirouetten kostete unnötig Punkte. Aber insgesamt trotzdem ein tolles Grand Prix Special-Debüt, das für Brunkhorst zumindest ein kleines Trostpflaster gewesen sein dürfte für den Auftritt ihres Fürs Enno gestern im Grand Prix der Weltcup-Tour.


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