HGW Bundesnachwuchschampionat 2026
Hannes Huthwelker gewinnt HGW-Bundesnachwuchschampionat 2026
Hannes Huthwelker und Quinn, Sieger im HGW-Bundesnachwuchschampionat 2026. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Schon in der Einlaufprüfung zum HGW-Bundesnachwuchschampionat 2026 waren Hannes Huthwelker (15) und sein elfjähriger OS-Wallach Quinn nicht zu schlagen. Den guten Eindruck konnten die beiden auch in Runde zwei bestätigen und erhielten eine 9,0 von den Richtern Joachim Geilfus und Tim Rieskamp-Goedeking. Damit zogen sie souverän ins Finale der besten vier ein.
Mit seiner Supernote stand der Vertreter des Landesverbands Westfalen nicht alleine da. Auch seine Landsfrau Marie Schlienkamp, zweitplatziert im HGW-Bundesnachwuchschampionat 2025, und ihr Colestus-Sohn Celino wurden mit 9,0 bewertet. Und die dritte Westfälin im Kreise der vier Finalisten, Frieda Heinrich auf Bee Gee, war mit 8,9 nur einen Zehntelpunkt dahinter. Die Nummer vier im Finale mit Pferdewechsel kam aus dem Landesverband Hannover: Mette Demmler mit dem Holsteiner Calido-Sohn Can Jump. Sie kam auf 8,7 – zu ihrer eigenen Überraschung: „Ich hätte nie gedacht, dass wir eine 8,7 schaffen könnten“, sagte sie später.
Das Finale
Die Besonderheit im HGW-Bundesnachwuchschampionat ist das Finale mit Pferdewechsel für die Top vier. Jeder stellt das Pferd eines Konkurrenten vor. Die Reiter haben wenige Minuten Zeit, um sich vor Publikum im Parcours auf die ihnen zugedachten fremden Pferde einzustellen, dürfen auch kleine Sprünge machen und haben dabei Unterstützung von einem Ausbilder, dieses Jahr von Children-Bundestrainer Eberhard Seemann.
Der Pferdewechsel ist ein Modus, den Tim Rieskamp-Goedeking – der selbst zu den Finalisten zählte, als die Traditionsprüfung noch in der Dortmunder Westfalenhalle ausgetragen wurde – sehr befürwortet: „Die zweite Runde zeigt noch einmal viel deutlicher, ob wir wirklich einen guten Reiter sehen – oder nur ein gutes Team. Genau darin liegt der Reiz dieser Prüfung.“
Demnach ist Hannes Huthwelker nicht nur ein guter, sondern ein sehr guter Reiter. Mit Celino, dem Pferd von Marie Schlienkamp, zeigte er als letzter Starter des Finales eine souveräne rhythmische Runde, die erneut mit 9,0 bewertet wurde. Das bedeutete den Sieg mit 18 Punkten.
Während Hannes mit Maries Pferd bestens zurecht kam, konnte Marie nicht verhindern, dass Hannes‘ Quinn an Hindernis 9, einem Oxer aus gebogener Distanz, vorbeiwischte. Schade! Rang vier für die Westfälin.
Besser lief es für Mette Demmler und Frieda Heinrich, die sich einig waren, dass sie die Pferde auch häufiger tauschen könnten, so viel Spaß hat ihnen das Reiten des jeweils anderen Vierbeiners gemacht. Mette erhielt eine 8,6 mit Friedas Bee Gee und konnte die Kollegin damit noch überholen, um am Ende mit 17,3 Punkten Silber zu gewinnen. Frieda kam mit Can Jump auf eine 8,3 und musste sich ergo mit einem Zehntelpunkt Abstand geschlagen geben.
Hannes ohne Halle
Hannes Huthwelker strahlte über das ganze Gesicht mit seiner Medaille um den Hals und der Siegerschärpe über der Schulter. „Ich bin sehr glücklich, dass unser Plan so aufgegangen ist und wir beide Runden gewinnen konnten. Quinn war in Topform und hat schon im letzten Jahr tolle Runden gezeigt. Natürlich hofft man darauf, dass es klappt – aber dass es wirklich so funktioniert, macht uns mega glücklich.“
Zumal die Vorbereitung nicht ganz so verlief, wie er sich das gewünscht hätte. „Wir haben keine Halle und bei dem Wetter war das mit dem Training manchmal nicht ganz so einfach …“ Aber das Dach über dem Kopf sei bereits in Planung – da muss die Konkurrenz sich dann wohl warm anziehen, wenn er schon mit suboptimaler Vorbereitung zweimal die 9,0 erhielt.
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