Ahlmann bester Deutscher im 1,5 Millionen-Grand Prix von Doha

Springen
Diriyah, ehemals bekannt als Dubai du Cedre, verhalf Abdullah Alsharbatly zum Sieg in Doha. Foto: Lukasz Kowalski Diriyah, ehemals bekannt als Dubai du Cedre, verhalf Abdullah Alsharbatly zum Sieg in Doha. Foto: Lukasz Kowalski
Es hat nicht sollen sein für Christian Ahlmann und seinen tollen United Touch S-Sohn Untouched LB und auch nicht für Pieter Devos mit Casual. Zwei Springreiter aus Saudi-Arabien waren schneller.

44 Paare konnten sich für den Start in dem mit 1,5 Millionen Euro dotierten Großen Preis empfehlen. Zwei Umläufe und ein Stechen trennte sie vom Jackpot. Ein Großteil strich allerdings bereits vorzeitig die Segel. Ganze 14 Paare gaben auf (11) bzw. schieden aus (3).


Auftritt Deutschland im Stechen


Anders Christian Ahlmann mit seiner Zukunftshoffnung Untouched LB und Janne Friederike Meyer-Zimmermann im Sattel von Cascais. Die beiden gehörten zu den neun Paaren, die zweimal fehlerfrei direkt ins Stechen sprangen. Mit einer schnellen Zeit, aber zwei Abwürfen katapultieren Meyer-Zimmermann und ihr elfjähriger Colestus-Sohn aus dem Rennen. Kein Wiederholungserfolg also für die Schleswig-Holsteinerin, die 2025 in Doha siegreich war.


Besser lief es bei Christian Ahlmann und Untouched. Der zehnjährige Westfale, der seinen Vater im Erscheinungsbild nicht leugnen kann, sprang wunderbar und flog nach 39,24 Sekunden ins Ziel. Doch Pieter Devos und seine Mannschaftseuropameisterin Casual DV Z waren noch einen Hauch schneller: 39,20 Sekunden.


Sieg nach Saudi-Arabien


Nur noch zwei Paare konnten den beiden ihren Erfolg streitig machen, beide aus Saudi-Arabien: Khaled Al Motby auf der elfjährigen Zangersheider Stute Diana du Plevau Z und Abdullah Alsharbatly mit der früher als Dubai du Cedre bekannten Diriyah.


Almotby und seine Stute gaben alles und die Freude war groß, beim Reiter und auf den Tribünen, als die beiden mit fehlerfreien 37,45 Sekunden die Führung übernahmen.


Blieben noch Abdullah Alsharbatly und die nun 13-jährige Selle Français-Stute Diriyah, die Julien Epaillard zu EM-Bronze in der Einzelwertung 2023 und zu Olympia-Bronze mit der Mannschaft 2024 getragen hatte. Danach ging sie eine Zeitlang unter Janne Friederike Meyer-Zimmermann, ehe sie im Oktober 2025 nach Saudi-Arabien wechselte. Ein Energiebündel war die Baloubet du Rouet-Tochter schon immer. Heute wirkte sie gestresst, schwitzte stark und war kaum zu halten. So gerieten die Auftritte des Paares nicht gerade zu einem Kunstgenuss – die aufgeregte Stute, der unruhige Reiter im Sattel, der immer wieder deutlich hinlangen musste, um Diriyah halbwegs passend an die Sprünge zu bringen. Schnell waren sie trotzdem: 36,29 Sekunden. Das bedeutete den Sieg für Alsharbatly vor seinem Landsmann Almotby und Pieter Devos.


Weitere Ergebnisse


Christian Ahlmann wurde schlussendlich Vierter, Janne Friederike Meyer-Zimmermann belegte Platz neun. Christopher Kläsener, der vor wenigen Tagen sein erstes Fünf-Sterne-Springen in Doha gewann, lieferte mit seinem damaligen Sieger Popeye vd Bisschop die schnellste Vier-Fehler-Runde im ersten Umlauf. Damit waren sie „einen raus“ aus der Platzierung.


Philipp Weishaupt und Oreo D.R. sammelten zwölf Strafpunkte. 16 wurden es für Hans-Dieter Dreher und Elysium.


Übrigens war auch Jana Wargers‘ Dorette in Doha am Start, nur eben nicht mit ihrer eigentlichen Reiterin, die schwangerschaftsbedingt pausiert, sondern mit deren Vertretung im Sattel, Marlon Zanotelli. Einen Abwurf hatte das Paar im ersten Umlauf.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


 


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