Weltmeyer und Stakkato Preise 2026

Hannovers ausgezeichnete Junghengste

Zucht
Als Siegerfohlen entdeckt, in die Niederlande verkauft, in Verden zum Hannoveraner Champion gekürt und nun mit dem Weltmeyer-Preis bedacht: DC-10 v. Dynamic Dream. Foto: Hannoveraner Verband Als Siegerfohlen entdeckt, in die Niederlande verkauft, in Verden zum Hannoveraner Champion gekürt und nun mit dem Weltmeyer-Preis bedacht: DC-10 v. Dynamic Dream. Foto: Hannoveraner Verband
Alljährlich zeichnet der Hannoveraner Verband die jungen Dressur- und Springhengste, die die besten Leistungsprüfungen abgelegt haben, mit Weltmeyer- bzw. Stakkato-Preisen aus. Dieses Jahr wurden sieben Auszeichnungen vergeben.

Weltmeyer-Preise 2026


Unter den fünf Weltmeyer-Preisträgern 2026 ist zum einen die 2 Millionen Euro-Preisspitze des Hannoveraner Hengstmarkts, Daan G. Der bei Erfolgszüchterin Helene Geervliet in Dänemark gezogene Fuchs v. Donkey Boss-Don Olymbrio L aus dem Stamm der Jadeluft ging damals zurück in seine Heimat. Helgstrand Dressage erhielt den Zuschlag. Im Sommer 2025 kehrte Daan G. nach Verden zurück und holte sich die Silbermedaille beim Hannoveraner Championat der dreijährigen Hengste. Im November gewann der Fuchs den 35-Tage-Test in Dänemark mit 912 Punkten.


Als Sieger des Hannoveraner Championats war damals DC-10 hervorgegangen, ein Dynamic Dream-Sohn aus der Zucht der ZG Rütten-Janßen in Mönchengladbach, dessen Mutter eine Vollschwester zu der inzwischen in den USA unter Benjamin Ebeling erfolgreichen ehemaligen Bundeschampionats-Vierten Escona v. Escolar-Sir Donnerhall ist. Joop van Uytert hatte DC-10 als Fohlen erworben, nachdem er zum Siegerfohlen der Schau in Wickrath gekürt worden war. Die erste, aber nicht die letzte Schärpe für den Braunen, der inzwischen im Mitbesitz von Helgstrand Dressage steht, und in Verden am Zwei-Millionen-Hengst vorbei zum Sieg trabte. Er wurde vom Hannoveraner Verband gekört und schloss seine Hengstleistungsprüfung in Dänemark mit 885,50 Punkten als Zweitbester ab. Auch beim Bundeschampionat war DC-10 am Start, war hier aber zu aufgeregt, um seine Qualität zeigen zu können.


Apropos Bundeschampionat – hier brillierte 2024 der Weltmeyer-Preisträger Nummer drei, Lindenberg v. Libertad-Destano (Z.: ZG Maak, Hamburg, B.: Tobias Schult, Hünxe), als er mit Jacob Schenk im Sattel Sieger wurde. Zuvor hatte der Rappe aus dem Stutenstamm der Simse bereits seinen Sporttest mit einer 9,07 abgeschlossen.


Leistungsprüfung und Sporttests in Münster-Handorf waren die Gelegenheiten, bei denen Sir Gribaldi v. Secret-All Inclusive (Z.: ZG Aronis/Janßen, Oederquart) zu begeistern wusste. Dreimal hintereinander erzielte der nun Sechsjährige von der Station Sprehe hier die beste Bewertung aller Prüflinge, zuerst bei der Veranlagungsprüfung (8,59), dann bei den beiden Sportprüfungen, die er mit 8,84 und 9,01 abschloss. Fünfjährig ging Sir Gribaldi mit Beatrice Arturi beim Bundeschampionat, kam aber nicht ins Finale.


Weltmeyer-Preis Nummer fünf ging an den Rheinländer Hengst Venturo, einen Sohn von dem unter Isabell Werths Bereiter Niklaas Feilzer S***-siegreichen Dressurpferde-WM Finalisten Valdiviani mit einer besonderen Mutter. Das ist keine Geringere als die Belissimo M-Tochter Bohemian Rhapsodie v. Belissimo M-De Niro, die Viertplatzierte des Nürnberger Burg-Pokal Finales 2018. Das nun sechsjährige Ergebnis dieser besonderen Anpaarung wurde 2022 in Verden zum Prämienhengst ernannt und wechselte anschließend in den gemeinschaftlichen Besitz der Hengststation Hoffrogge und des Landgestüts Celle. Venturo schloss vierjährig seinen Sporttest mit einer 9,19 ab. Letztes Jahr hatte er seine ersten Turniereinsätze, ging je zwei Dressurpferdeprüfungen der Klassen A und L und war in A und L siegreich.


Stakkato-Preise


Die beiden Springtalente, die mit dem Stakkato-Preis bedacht wurden, konnten beide beim 50-Tage-Test in Adelheidsdorf überzeugen. Das war zum einen der gerade vierjährig gewordene Acorezzo v. Arezzo VDL-Cornado aus der Zucht von Antonius Schulze-Averdiek, der eine Endnote von 8,41 erzielte. Der Schimmel aus erfolgreichem Mutterstamm – die Großmutter lieferte 15 Nachkommen, darunter fünf gekörte Hengste, zu denen u.a. der international springende Fire and Ice J v. For Contest gehört. Er war Prämienhengst seiner Körung und ging anschließend an David Will und Richard Vogel.


For Treasure VDL-Crumble lautet die Abstammung des zweiten Stakkato-Preisträgers, Firecracker K. Das K steht für Züchter Martin Klintworth aus Ohrensen. Seine Endnote in Adelheidsdorf: 8,48. Die Großmutter St.Pr.St. Cintia war selbst im Parcours erfolgreich und brachte mit ihrem Sohn Crumble Cheesecake FRH v. Crumble den Sieger der Hannoveraner Springpferde-Masters 2022 unter Ole Klintworth. 2024 war es Crumble Cheesecakes mütterliche Halbschwester Cherry Fly K FRH v. Chacfly PS, die die Hannoveraner Springpferde-Masters gewann.


 


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