Scott Brash gewinnt erneut CSI3* und 5* Grand Prix in Doha
Zweimal zwei Große Preise – Zufall? Nee, Scott Brash!
Keine fliegt wie sie: Hello Folie mit Scott Brash im Sattel. Foto: Lukasz Kowalski Vor genau 14 Tagen siegte Scott Brash mit Hello Chadora Lady im CSI3* Grand Prix von Doha und im CSI5* mit Hello Jefferson. Heute, selbe Zeit, selber Ort, andere Pferde. Mit seinem Springwunder Hello Folie lässt der Brite die Konkurrenz in der Drei-Sterne-Tour alt aussehen. Mit Hello Mango dominiert er die Fünf-Sterne-Tour.
Eine wie keine
Hello Folie, die Vollschwester zum französischen Starvererber Candy de Nantuel mit der unglaublichen Athletik (hier kann man mehr über sie erfahren), spielte nur so mit den Stangen des 1,50 Meter-Grand Prix. In 40,81 Sekunden flog sie zum Sieg vor dem für Belgien startenden Ägypter Abdel Said auf Wathnan Zasou Vom Claashof (41,23) und der US-Reiterin Kristen Vanderveen auf Bull Run’s Jireh (41,54).
Zu den zehn Doppelnullern zählten auch Janne Friederike Meyer-Zimmermann und My Lady Lavista. In 43,38 Sekunden sprangen sie auf Platz fünf.
Ebenfalls platziert auf Rang 13 nach einem Abwurf im Stechen: Philipp Weishaupt und Callao L v. Congress. Den erst neunjährigen westfälischen Wallach aus der Zucht von Kai Ligges hat Weishaupt schon eine Weile unter dem Sattel. Seit 2023 gehört er dem Stall Beerbaum und Chef Ludger Beerbaum stellte ihn zunächst selbst vor. Weishaupt übernahm ihn Anfang vergangenen Jahres und im Mai wechselte er in den Besitz von Weishaupts Mäzenin Alice Lawaetz.
Erster internationaler Sieg für Hello Mango
Jenseits der Sensation, zweimal zwei Große Preise zu gewinnen, dürfte Scott Brash sich besonders über den Auftritt seiner elfjährigen KWPN-Stute Hello Mango gefreut haben. Die Untouchable-Tochter hat letztes Jahr ihre ersten Fünf-Sterne-Prüfungen bestritten, davon noch keine Handvoll über 1,60 Meter. Und noch nie hat sie ein internationales Springen gewonnen. Heute holte sie ihren ersten internationalen Sieg direkt über einen 1,60 Meter-CSI5*-Parcours. Beziehungsweise über zwei Parcours, denn ein Stechen gab es auch. Neun Paare hatten die Runde gegen die Uhr erreicht.
Hier lieferte Hello Mango lieferte einen von fünf fehlfreien Runden. Dabei war sie mit 44,47 Sekunden sogar schneller als jene Kollegen mit Abwürfen.
Über Platz zwei konnte sich der Österreicher Gerfried Puck auf Naxcel V freuen (44,92). Platz drei holten Abdulrahman Aljajhi und Ventago nach Saudi-Arabien (45,04).
Um eine lächerliche Hundertstelsekunde verpassten Janne Friederike Meyer-Zimmermann und ihr DSP-Hengst Cascais (elfjährig v. Colestus) das Podium. Mit fehlerfreien 45,05 Sekunden wurden sie Vierte. Ein Wimpernschlag, der einen Unterschied von 16.250 Euro ausmachte.
Alle Ergebnisse aus Doha finden Sie hier.