Werth mit Wendy statt Quantaz zur Weltcup-Etappe in Amsterdam

Amsterdam: Werth und Wendy treffen auf Fry und Glamourdale

Dressur
Isabell Werth und Wendy bei ihrem letzten Auftritt, der Weltcup-Etappe in Basel, wo sie siegreich waren. Foto: LONGINES CHI CLASSICS Basel 2026 / Katja Stuppia Isabell Werth und Wendy bei ihrem letzten Auftritt, der Weltcup-Etappe in Basel, wo sie siegreich waren. Foto: LONGINES CHI CLASSICS Basel 2026 / Katja Stuppia
Bereits morgen früh um 10.15 Uhr beginnt in Amsterdam der Qualifikations-Grand Prix für die Weltcup-Etappe der Dressurreiter. Mit dabei: Isabell Werth und Wendy. Das war so nicht geplant, doch es macht die Etappe um einiges spannender, denn sie treffen dort auf die Weltmeister.

Beim Top 12 Finale in Frankfurt fehlten Charlotte Fry und Glamourdale. Sie waren beim Weltcup-Turnier in London am Start, also in Frys Heimat, denn sie lebt zwar in den Niederlanden, startet aber nach wie vor für ihr Geburtsland Großbritannien. Dort rehabilitierten die Weltmeister sich ein Stück weit für die Europameisterschaft in Crozet, wo der Lord Leatherdale-Sohn sich weit unter Form zeigte.


Isabell Werth war derweil mit Wendy in Frankfurt bei der Uraufführung besagten Top 12-Finales im Einsatz und wurde Dritte in der Kür hinter Justin Verboomen auf Zonik Plus und Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle – also die gleiche Reihenfolge wie in den EM-Einzelwertungen von Crozet.


Jetzt am Wochenende gibt es also ein erstes Wiedersehen zwischen Werth und Fry mit ihren beiden Toppferden seit den Europameisterschaften. Dabei hatte Isabell Werth eigentlich Quantaz in Amsterdam reiten wollen. Doch heute Vormittag berichtete sie von der Planänderung.


Bauchgefühl


Werth sagte auf Social Media, sie habe sich umentschieden, weil ihr Bauchgefühl ihr nach Basel gesagt hat, dass sie und Wendy „wirklich ein bisschen wieder weiter in den Flow kommen“ müssen. Die Erfahrungsschätze von Frankfurt nach Basel seien gut gewesen und jetzt gehe es weiter nach Amsterdam.


In Basel hatte die Stute im Grand Prix noch einen sehr angespannten Eindruck gemacht, insbesondere in der Galopptour. Werth berichtete später, im Abreitezelt sei es sehr windig gewesen, was der Grund gewesen sei. In der Kür sei die Stute bereits viel konzentrierter gewesen.


Quantaz goes USA


Quantaz soll stattdessen demnächst in Wellington, Florida, das US-Publikum erfreuen. Mit dem nun 16-jährigen Brandenburger Quaterback-Sohn peilt Werth auch das Weltcup-Finale vom 8. bis 12. April in Fort Worth, Texas, an – das vierte für das Paar nach 2023, ’24 und ’25, wo sie zweimal Dritte und einmal Zweite waren. Für Werth wäre es Weltcup Nummer 27!


Ausblick auf Amsterdam

Neben den Stars Charlotte Fry/Glamourdale und Werth/Wendy gibt es in Amsterdam ein Wiedersehen mit unter anderem dem britischen Duo Becky Moody/Jagerbomb und Moritz Treffinger/Fiderdance. Auch spannend wird der Auftritt von Charlotte Dujardin mit ihrer Westfalen-Stute Alive and Kicking v. All at Once (der in der U25-Tour dabei ist).


Dujardin hatte mit dieser nun zwölfjährigen Stute beim Weltcup-Turnier in London ihr Comeback vor großer Kulisse gegeben. London war das erste Weltcup-Turnier für die dreifache Olympiasiegerin seit ihrer Sperre aufgrund eines Videos, das kurz vor den Olympischen Spielen in Paris auftauchte und Dujardin zeigte, wie sie beim Unterrichten eines anderen Reiters von unten massiv auf das Pferd des Reiters einschlägt.


Für Alive and Kicking war es in London das erste Mal überhaupt, dass sie bei einem Weltcup-Turnier am Start war. Nach Platz zwei im Grand Prix hinter Fry und Glamourdale mit 76,544 Prozent wirkte die Stute in der Kür noch recht überfordert. Die nächste Chance hat sie am Samstag ab 10.45 Uhr.


Alle Starter- und Ergebnislisten finden Sie hier.


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