Sportpause für Most Wanted Nero von Bellin

WM-Silbergewinner Most Wanted Nero von Bellin 2026 im Deckeinsatz

Szene
Leonie Richter und Most Wanted Nero von Bellin auf dem Weg zu Silber bei der WM der siebenjährigen Dressurpferde 2025. Foto: sportfotos-lafrentz.de Leonie Richter und Most Wanted Nero von Bellin auf dem Weg zu Silber bei der WM der siebenjährigen Dressurpferde 2025. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Der Morricone-Sohn Most Wanted Nero von Bellin holte mit Ausbilderin Leonie Richter etwas überraschend Silber bei der WM junge Dressurpferde 2025. 2026 können sich die Züchter auf ihn freuen.

Es war eine Aufholjagd, die der KWPN-Hengst Most Wanted Nero von Bellin und seine Ausbilderin Leonie Richter letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft der siebenjährigen Dressurpferde in Verden hingelegt haben. In der ersten Qualifikation war der turniermäßig noch unerfahrene Hengst noch zu aufgeregt. Sie endeten auf Rang 15. Im kleinen Finale zeigte er schon was er kann. Mit einem Sieg sicherte er sich das Ticket für die Entscheidung, wo die beiden eine Sternstunde hatten und mit 79,307 Prozent (Qualität 87,4, Technische Note 71,214 Prozent) Silber gewannen.


Leonie Richter erzählte damals: „Vor einem Jahr sind wir von nichts gestartet. Bei der ersten Sichtung hat man auch gemerkt, dass er eigentlich noch nicht so weit ist.“ Darum wurden sie vom niederländischen Verband auch nicht auf Anhieb für Verden nominiert. Doch als Rose Oatley zurückziehen musste, weil das FEI Reglement ihr verbot, in einer Saison sowohl an den Nachwuchseuropameisterschaften als auch einem Seniorenchampionat teilzunehmen, konnten Richter und Most Wanted Nero von Bellin nachrücken. Dass sie auch hier den „zweiten Bildungsweg“ genommen haben, war aus Richters Sicht ein Vorteil: „Ich habe hier gemerkt, dass er von Tag zu Tag mehr Selbstbewusstsein bekommen hat und entspannter in der Prüfung wurde.“


Sie berichtete damals, das Saisonziel für 2026 könnte der Nürnberger Burg-Pokal sein. Dem steht prinzipiell auch dann nichts entgegen, wenn der Rappe nun erst einmal heimkehrt, um für die Stuten da zu sein.


Decksaison 2026


Wie Eurodressage berichtet, haben die Besitzer des Hengstes, Marc und Monic Schmidheiny vom Gestüt von Bellin, beschlossen, dem Hengst über die Decksaison eine Trainingspause zu geben und ihn nach Hause zu holen. Hier wolle sie ihren geliebten Hengst verwöhnen und ihm ein ausgedehntes Wellnessprogramm zukommen lassen, so dass er im Juli frisch und ausgeruht zu Leonie Richter zurückkehren kann, sagte Monic Schmidheiny.


Dann wäre also theoretisch immer noch Zeit, um sich für den Nürnberger Burg-Pokal zu qualifizieren. Zwei Saisons hat der schöne Rappe, der aus demselben Mutterstamm kommt, wie zum Beispiel Sönke Rothenbergers Cosmo, bereits gedeckt. 2024 und 2025 kamen 60 Fohlen zur Welt, von denen laut Eurodressage mehr als 20 eine Prämie ihres jeweiligen Verbandes erhielten. Fünf traten beim Deutschen Fohlenchampionat in Lienen an, wo zwei als Champions herausgestellt wurden.


Leonie Richter hat mit dem nun fünfjährigen Lord Europe-Sohn Louis Löwenherz von Bellin noch einen weiteren Hengst der Schmidheinys unter dem Sattel. Der Hannoveraner Rappe war letztes Jahr Vize-Champion der vierjährigen Hengste in Verden und holte Bronze beim Bundeschampionat in Warendorf.


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