Neue Blutregel – Verwarnung für Philipp Weishaupt in Doha
Neue Blutregel im Springsport – bislang 15 Verwarnungen
Philipp Weishaupt, hier mit seine ehemaligen Spitzenpferd Zineday. Foto: sportfotos-lafrentz.de Der Weltreiterverband FEI hat die Liste mit den jüngsten Verwarnungen („gelbe Karten“) im Springsport veröffentlicht. Das ist nichts Neues, das gibt es schon lange. Neu ist allerdings die FEI Jumping Rule 259. Diese lautet wie folgt:
„Jedes durch Sattelzeug, Ausrüstung oder Athleten (Reiter, Anm. d. Red.) verursachte Bluten führt zu einer ersten und zweiten Verwarnung, wobei wiederholte Verstöße innerhalb von 12 Monaten zu einer Geldstrafe und einer einmonatigen Sperre führen. In allen Fällen muss das Pferd einer tierärztlichen Untersuchung unterzogen und für wettkampftauglich erklärt werden, wobei das Wohlergehen des Tieres weiterhin oberste Priorität hat. Das Richterkollegium behält sich außerdem das Recht vor, bei übermäßigem Einsatz von Peitsche oder Sporen eine Disqualifikation auszusprechen, und es kann weiterhin ein separates Verfahren wegen Misshandlung von Pferden eingeleitet werden.“
Das neue Regelwerk ist am 1. Januar in Kraft getreten und die ersten Turniere haben stattgefunden. In der jüngsten Auflistung der ausgesprochenen Verwarnungen tauchen nach dem zweiten Turnierwochenende des Jahres bereits 15 Verwarnungen auf, die alle bei Turnieren in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgesprochen wurden, in Doha und in Abu Dhabi. 11 dieser 15 Reiter kommen aus dem arabischen Raum, zwei aus Italien, einer aus Brasilien und einer aus Deutschland. Hierzulande bekannt ist nur jener aus Deutschland, Philipp Weishaupt. Er wurde am 9. Januar im Rahmen des CSI3* in Doha wegen „Anzeichen einer Verletzung am Pferd“ verwarnt. Er kann sich also keine weitere Verwarnung leisten, will er keine einmonatige Sperre und ein Bußgeld riskieren.