Scott Brash trumpft in Doha auf
Grand Prix-Erfolg im Doppelpack für Scott Brash in Doha
Dreamteam in Action: Scott Brash und Hello Jefferson. Foto: DET/Lukasz Kowalski Drei wichtige Springen, drei britische Siege in Doha. Vor allem Scott Brash und seine Pferde präsentierten sich in Al Shaqab in Bestform. Hello Jefferson ist jetzt 17, fit wie eh und je, aber inzwischen reif und abgeklärt genug, um seine Energie dort einzusetzen, wo sie benötigt wird: am Sprung. Auf diese Weise gewann er letztes Jahr unter anderem den Großen Preis in Spruce Meadows und war in Genf zweimal vorne mit dabei. Seither hatte er Pause. Gestern meldete er sich Doha zurück im Geschäft. Und wie.
Neun Paare hatten sich für das Stechen um den Großen Preis in Doha empfehlen können. Brashs Cooper van de Heffinck-Sohn war eines von fünf Pferden, denen eine zweite Nullrunde gelang. Bei 42,66 Sekunden stoppte die Uhr.
Schneller war nur ein Paar aus Deutschland: Philipp Weishaupt und der elfjährige Kannan-Sohn Oreo D.R., den Weishaupt im Herbst 2024 von einem jordanischen Reiter übernommen hatte, und der immer mehr in den großen Sport hineinwächst. Oreo kam nach 41,55 Sekunden ins Ziel, hatte aber einen Abwurf. Am Ende Rang sechs und trotzdem ein wichtiger Schritt für den belgischen Hengst.
Die zweitschnellste Nullrunde lieferten Frankreichs Megane Moissionnier und ihr 14-jähriger Crooger Tame, ein Sohn des Holsteiner Hengstes Conrad de Hus, der 2015 Gregory Wathelet zur Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Aachen trug (42,78). Ein Riesenerfolg war Rang drei für Eve Jobs und den Cantoblanco-Sohn Canto Bruno (0/43,42).
Doha Grand Prix Nummer zwei für Brash
Für den Großen Preis der Drei-Sterne-Tour hatte Brash seine 13-jährige Lewitzer OS-Stute Hello Chadora Lady gesattelt. Die Chacco Blue-Tochter hatte ihn vor wenigen Wochen in Genf zum Sieg im Rolex Top Ten Finale getragen und ließ auch gestern in Doha nichts anbrennen.
Im Vergleich zu Genf war der 1,50 Meter Grand Prix für Chadora Lady vermutlich ein Spaziergang. Ganze 15 Paare hatten sich fürs Stechen qualifiziert, von denen zehn zweimal fehlerfrei ins Ziel kamen. Chadora Lady gehörte nicht nur dazu, sie war auch schneller als sämtliche Konkurrenten im Stechen inklusive jener mit Abwürfen. Mit 32,34 Sekunden nahm sie der Konkurrenz über eine Sekunde ab.
Am dichtesten dran war Global Champions Tour-Super Grand Prix-Gewinner Abdel Said aus Ägypten unter belgischer Flagge mit seinem Holsteiner Cascadello-Sohn Wathnan Calvaro. In 33,49 Sekunden stoppte die Uhr für die beiden.
Drei deutsche Platzierungen
Auch aus deutscher Sicht lief dieses Springen sehr gut. Janne Friederike Meyer-Zimmermann präsentierte die nun elfjährige Holsteiner Stute High Level v. Livello, die sie wie zuvor Dubai du Cedre für das Iron Dames Team von Deborah Mayer reitet. In 33,74 Sekunden sprangen die beiden auf den dritten Platz im Stechen.
Das Nachsehen hatte Philipp Weishaupt mit einer weiteren Zukunftshoffnung aus Belgien, diesmal einem belgischen Sportpferd (SBS): der gerade neunjährigen Emerald-Tochter Lady Concern du Rezidal. Auch sie hat er seit Herbst 2024 unter dem Sattel, stellte sie altersentsprechend jedoch fast nur in Aufbauprüfungen vor. Gestern bewies sie ihrem Reiter in fehlerfreien 33,78 Sekunden, dass sie nun bereit ist für größere Aufgaben.
Die dritte Schleife für Deutschland holten Torben Köhlbrandt und Mastermind RL auf dem sechsten Platz (0/36,10).
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