Werth und Wendy siegen Weltcup-Etappe Basel 2026

Isabell Werth siegt in Basel, drei Deutsche unter Top Five

Dressur
Isabell Werth hat mit Wendy die Weltcup-Etappe in Basel gewonnen. Foto: LONGINES CHI CLASSICS Basel 2026 / Katja Stuppia Isabell Werth hat mit Wendy die Weltcup-Etappe in Basel gewonnen. Foto: LONGINES CHI CLASSICS Basel 2026 / Katja Stuppia
Mit mehr als 86 Prozent war Isabell Werth mit Wendy in der Weltcup-Etappe Basel nicht zu schlagen. Das Schweizer Publikum feierte besonders die Zweitplatzierte: Charlotta, „Kiki“, Rogerson gelang mit Bonheur de la vie ein „Personal Best" und hatte Schwierigkeiten, ihren Erfolg zu realisieren. Top-Platzierungen gab es auch für Raphael Netz und Dr. Svenja Kämper-Meyer.

Gestern noch „on fire“ – heute viel fokussierter. Isabell Werth war mit ihrer Sezuan-Tochter Wendy bei der Weltcup-Etappe in Basel mehr als zufrieden. Gut 86 Prozent vergab die Jury. Wendy sei viel fokussierter gewesen, lobte Werth die dänische Stute. Die längere Turnierpause nach dem Tod von Werths Mann im Herbst 2025 hatte für Wendy erst mit dem Turnier in Frankfurt am vierten Advent geendet. Basel war die erste Weltcup-Etappe für das Paar in dieser Saison. Im April findet das Weltcup-Finale in den USA statt. Im texanischen Fort Worth wartet die „Dickies Arena“, um die besten Dressur- und Springreiterinnen und -reiter am zweiten Aprilwochenende zum Finale der Wintersaison zu erleben.


Weltcup-Finale wohl ohne Wendy


Wendy dürfte wohl nicht nach Texas fliegen, das machte Werth schon in Basel deutlich. Die Weltmeisterschaft in Aachen sei das erklärte Saisonziel, dem alles andere untergeordnet ist. Was nicht heißt, das Werth nicht mit dem Start in Fort Worth liebäugelt. Quantaz, ihr WM-Pferd 2022 und EM-Pferd 2023, soll die Weltcup-Etappe in Amsterdam gehen. Anschließend geht es dann nach Wellington in Florida.  „Und dann werden wir weitersehen“, so Isabell Werth. Wendy soll noch entspannter im Viereck werden, „wir arbeiten noch ein bisschen an der Lègèreté“, so Werth auf Englisch. Die Stute war im Galopp noch nicht spannungsfrei, das gilt es zu verbessern.


Kiki kann’s nicht fassen


Schon im Grand Prix hatte die Schweizerin Charlotta Rogerson mit Platz zwei die Fachwelt und auch sich selbst überrascht. Mit einer persönlichen Bestleistung, 81,29 Prozent, kam sie wieder aufs Podium. Wieder war es Platz zwei. Dass Isabell Werth neben ihr stand in der Siegerehrung, konnte „Kiki“ nicht fassen. „Icb war doch gerade noch Ponyreiterin“, so die Schweizerin. Was allerdings dann doch schon etwas länger her ist. Im März wird die neue Schweizer Nummer eins 28 Jahre alt. Bei der Europameisterschaft in Crozet im Sommer 2025 war sie noch 33 gewesen. In Stuttgart hatte sie 2025, nach dem die Grand Prix-Sieger Anabel Balkenhol und High Five vor der Siegerehrung ausgerutscht waren und am Sonntag nicht mehr starten konnten, den Grand Prix Special gewonnen.


Raphael, der voll des Lobs war, was die Unterbringung des Pferde und die generellen Bedingungen in Basel anbelangt, wurde Dritter. Sein sensibler Dieudonne wusste sich mit der Hallenatmosphöre zu arrangieren. Mit 80,725 Prozent setzte er sich deutlich vor die Niederländerin Dominique Filion und The Boss (76,785). Platz fünf ging ebenfalls nach Deutschland. Svenja Kämer-Meyer und das „Familienprodukt“ Amanyara M brachten es auf 76,42 Prozent.


Ergebnisse Weltcup-Etappe Basel 2026


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