Leonie Richter übernimmt den Beritt von Glamdale WP und MSJ Tokyo Style

Neues Jahr, neuer Job, neue Pferde für Leonie Richter

Dressur
Glamdale WP mit Stefanie Ahlert bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2024 in Ermelo. Foto: sportfotos-lafrentz.de Glamdale WP mit Stefanie Ahlert bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2024 in Ermelo. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Leonie Richter war in den letzten Jahren mit den Pferden, die sie für Helgstrand Deutschland ausgebildet und vorgestellt hat, eine der erfolgreichsten Jungpferdereiterinnen des Landes. Nun ist sie selbstständig und hat direkt zwei neue viel versprechende Talente in den Stall bekommen.

Bereits vor zwei Tagen war auf Leonie Richters Instagram-Account über die Ankunft des Mount St. John Freestyle-Enkels Tokyo Style zu lesen. Der Oldenburger Hengst ist gerade fünfjährig geworden, ein Totilas-Sohn aus der Freestyle-Tochter MSJ À la Freestyle v. Ampere. Mutter und Sohn stammen aus der Zucht von Freestyles Besitzerin Emma Blundell vom Gestüt Mount St. John in England. Sie hat Tokyo Style zu Leonie Richter in Beritt gegeben. Der Hengst soll sich auf den Sport konzentrieren, aber interessierte Züchter können sich wegen TG-Samen an den Zuchthof Wadenspanner wenden.


WM-Silbermedaillengewinner Glamdale WP


Tokyo Style ist nicht der einzige vielversprechende Neuzugang für Leonie Richter. Wie die Station Rüscher Konermann meldet, ist auch der nun siebenjährige Westfale-Hengst Glamdale WP diese Decksaison nicht im Deckeinsatz ist. Auch er wird nun von Leonie Richter weiter sportlich gefördert.


Der bildschöne Rappe v. Glamourdale aus einer Vollschwester zum Bonhomme-Hengst Maracanà (v. Millennium-Lord Loxley) stammt aus der Zucht von Heike und Werner Pleines. Bislang wurde er von Stefanie Ahlert vorgestellt, und das hoch erfolgreich. Dreijährig gewann er Bronze beim Bundeschampionat. Vierjährig war er nicht im Turniersport aktiv. Doch fünfjährig meldete er sich mit einem Paukenschlag zurück: drei Turniere, vier Prüfungen, zwei Siege und dann Silber bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Ermelo. 2025 gehörte dann wieder ganz der Zucht.


Dass der Hengst sich auch vererbt, konnte man u.a. bei der Mecklenburger Körung sehen, wo er den Siegerhengst stellte. Nun soll er seine nächsten sportlichen Schritte mit Leonie Richter im Sattel absolvieren.


Neue Selbstständigkeit


Bekannt wurde Leonie Richter vor allem mit den Pferden – meist Hengsten – von Helgstrand Dressage. So ritt sie beispielsweise den Vitalis-Sohn Vitalos erst zum Bundeschampionatstitel und dann zu drei WM-Silbermedaillen, ehe er an die Juniorin Ava Osing verkauft wurde.


Leonie Richter war es auch, die den Rheinländer Hengst Lord Europe in den Sport gebracht hat, der ebenfalls bei Familie Pleines zur Welt kam. Er wurde siebenjährig mit Richter Zweiter im Finale des Nürnberger Burg-Pokals und konnte sich dieses Jahr mit ihr für das Finale des Louisdor-Preises qualifizieren. Er gehörte zwar auch Helgstrand Dressage (zusammen mit der Hengsthaltung Schockemöhle), aber er hat den Besitzer gewechselt und soll auch weiterhin von Richter ausgebildet werden.


Das gleiche gilt für die Pferde des Gestüts Bellin, die schon seit einer Weile von der bald 30-Jährigen vorgestellt werden (sie feiert am 13. Januar Geburtstag). So stellte sie dieses Jahr den Morricone I-Sohn Most Wanted Nero von Bellin bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vor und holte nach einem Umweg über das kleine Finale Silber bei den Siebenjährigen.


Auch mit ihrem zweiten „Bellin-Hengst“, Louis Löwenherz von Bellin v. Lord Europe-Don Index, konnte Leonie Medaillen holen: Silber beim Hannoveraner Championat der vierjährigen Hengste in Verden und Bronze beim Bundeschampionat.


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