Riesenerfolg für Fahrerin Anna Sandmann beim Auftakt der Vierspänner Weltcup Saison in Lyon

Anna Sandmann gewinnt als erste Vierspänner-Fahrerin überhaupt eine Weltcup-Station

Anna Sandmann gewann den Weltcup-Auftakt der Vierspänner-Fahrer in der Saison 2026/27.
Foto: FEI/Lukasz Kowalski Anna Sandmann gewann den Weltcup-Auftakt der Vierspänner-Fahrer in der Saison 2026/27. Foto: FEI/Lukasz Kowalski
Noch nie hat eine Frau eine Weltcup-Station bei den Vierspänner-Fahrern gewonnen. Bis gestern Anna Sandmann und ihr Quartett in Lyon die Halle aufmischten.

Anna Sandmann hatte für ihren Auftritt in Lyon ein neu zusammengestelltes Gespann gewählt, zwei Pferde, die sie bei ihrem Weltcup-Debüt im vergangenen Jahr dabei hatte, eines, das sie sich von ihrem Vater Christoph geliehen hat und ein ganz neues. Offenbar eine Kombination, die passte, denn das Quartett arbeitete perfekt zusammen.


Schon am Samstag waren Sandmann und ihr Gespann auf Rang drei gefahren. Da wusste die Lähdenerin, dass ein Podiumsplatz drin war. Am Sonntag fuhr sie zügig und konzentriert durch die erste Runde und qualifizierte sich für das Stechen mit drei Gespannen. Hier war sie die erste. Sandmann holte raus, was ging und ihre Pferde gaben alles. Mit 155,52 Sekunden setzt sie den Maßstab.


Sandmann überflügelt den Titelverteidiger


Als letztes Gespann fuhr Titelverteidiger Dries Degrieck (BEL) in die Arena von Lyon. Er war in Runde eins der Schnellste gewesen. Was seine Pferde können, hatten sie beim Finale der Weltcupsaison 2025/26 bewiesen. Degrieck war schnell, mit 155,04 Sekunden schneller als Sandmann. Sein Pech, dass es beim Fahren genauso ist wie beim Springreiten – ein Abwurf bringt vier Strafpunkte bzw. Strafsekunden und gegen Ende von Degriecks Runde rollte ein Ball vom Kegel. So beendete Degrieck sein Turnier mit 159,04 Punkten, wurde Zweiter während Sandmann siegte.


Rang drei ging ebenfalls nach Belgien, an Glenn Geerts, bei dem ein Pferd einen Kegel am letzten Tor mit dem Huf wegkickte, so dass auch bei ihm vier Fehler zu Buche schlugen.


Unerwarteter Erfolg


Anna Sandmann zeigte sich nach ihrem Sieg ebenso überrascht wie glücklich: „Ich bin sehr stolz und hätte damit nicht gerechnet! Es ist meine zweite Saison und der Sieg hat mich wirklich überrascht. Meine Pferde waren heute schnell und konzentriert und sind großartig für mich gelaufen. Wir hatten zwei wirklich gute Runden. Ich bin zum ersten Mal hier in Lyon und das Publikum war großartig.“


Übersicht Weltcup-Saison


Neben Anna Sandmann sind auch ihr Vater Christoph sowie Mareike Meier in dieser Weltcup-Saison für Deutschland am Start. Sie werden bei den folgenden Stationen zu sehen sein:



  • Maastricht/NED 4. bis 8. November: Mareike Meier, Anna Sandmann und Christoph Sandmann

  • Stuttgart 11. bis 15. November: Christoph Sandmann, Anna Sandmann (Wildcard), Mareike Meier (Wildcard)

  • Madrid/ESP vom 26. bis 29. November: Anna Sandmann

  • Stockholm/SWE vom 3. bis 6. Dezember: Mareike Meier und Christoph Sandmann

  • Genf/SUI vom 8. bis 13. Dezember: Anna Sandmann

  • London/GBR vom 17. bis 21. Dezember: Mareike Meier

  • Mechelen/BEL vom 26. bis 30. Dezember: Anna Sandmann

  • Leipzig vom 13. bis 17. Januar: Christoph Sandmann, Mareike Meier, Anna Sandmann (Wildcard)


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