Weltcup-Qualifikation Springen Lyon: Richard Vogel mit Cloudio äußerst knapp Zweiter hinter Sieger Julien Epaillard
Weltcup-Springen in Lyon: Richard Vogel und Cloudio nur drei Hundertstel hinter Sieger Julien Epaillard
Julien Epaillard und Le Coultre de Muze siegten in der Weltcup-Qualifikation von Lyon. Foto: FEI/Lukasz Kowalski Knapper geht es kaum: Richard Vogel und Cloudio haben das Weltcup-Springen in Lyon um 0,03 Sekunden verpasst. Der Franzose Julien Epaillard gewann mit Le Coultre de Muze v. Presley Boy in 38,17 Sekunden. Cloudio passierte die Ziellinie nach 38,20 Sekunden. Dritter wurde der Schweizer Edouard Schmitz mit Gamin van’t Naastveldhof (38,31) in der zweiten Station der Western European League des Weltcup im Springen 2026/27. Das Finale findet 2027 in Göteborg statt.
Das Stechen: Vogel geht ins Risiko
14 von 40 Startern hatten sich für das Stechen über den Parcours des Spaniers Santiago Varela qualifiziert. Der Schweizer Schmitz konnte als Erster die Marke von 40 Sekunden unterbinden (38,31) Sekunden. Doch Julien Epaillard ritt ein Stechen, wie man es von ihm erwartet: Engste Wendungen, extrem hohes Grundtempo. 14 Hundertstelsekunden schneller als Eduoard Schmitz.

Richard Vogel musste mit Cloudio direkt nach dem Franzosen in den Parcours. Er seinen Hengst mit weiten Sätzen über das Stechen rasen. An einem Steilsprung war es knapp, die Stange blieb aber liegen. Doch am Ende waren die beiden drei Hundertstelsekunden langsamer, Platz zwei.
„Ich hätte zweimal einen Galoppsprung weglassen können“
Der zwölfjährige Holsteiner Cloudio war beim Triumph der Deutschen im Finale der League of Nations in Barcelona nicht nur der Matchwinner, sondern auch das beste Pferd der kompletten Serie. Daran knüpfte der Schimmel nun an. „Ich bin sehr stolz und glücklich mit Cloudio. Er ist so unglaublich konstant“, so „Richie“ Vogel im Anschluss. „Er ist heute brillant gesprungen.“ Zum Abstand von drei Hundertstelsekunden sagte Vogel: „Das ist wirklich nicht viel, aber es ist ein Trend, wohin unser Sport geht. Die Abstände werden immer kleiner, jedes Detail und jede kleine Entscheidung zählt, und am Ende beeinflusst das die Ergebnisse.“ Ca. 15.000 Euro des Preisgeldes kosteten Vogel die 0,03 Sekunden Differenz auf Julien Epaillard.
Epaillard mit einer Premiere in Lyon
Für den Sieger war es der erste Fünf-Sterne-Grand-Prix mit Le Coultre de Muze. Dabei reitet er den Schimmel bereits seit einem Jahr. Den heute 15-jährigen belgischen Hengst v. Presley Boy-Vigo d’Arsouilles hatte Epaillard im November 2025 von Philippe Rozier übernommen. Nach einer Verletzung zu Beginn der Partnerschaft hat das sich Paar nun endgültig zusammengefunden. „Wir mussten uns kennenlernen. Der Anfang war nicht ganz leicht“, sagte Epaillard. Nach einem Jahr sei man „wirklich im Einklang als Team“.
Mit Paula de Boer-Schwarz und Miss Marpel auf Rang zwölf und Kendra Claricia Brinkop auf dem erst neunjährigen Replay van’t Paradijs komplettierten zwei Deutsche Reiterinnen die Platzierung.sa
