Holsteiner Körung 2026: Die Abstammungen der 46 ausgewählten Junghengste
Holsteiner Körung 2026: 46 Youngster zugelassen, Corde und Diamant de Semilly dominieren
Symbolfoto Holsteiner Körung.
Foto: holsteiner-verband.de 16 der 46 Hengste führen in direkter Vaterlinie auf Cor de la Bryère zurück, mehr als auf jeden anderen Stammvater. Zwei Zweige teilen sich das Feld fast gleichmäßig. Der Caletto II-Zweig über Casall stellt sechs Hengste: einer stammt noch vom Holsteiner Superstar selbst ab (von ursprünglich vier Casall-Söhnen, die zur Vorauswahl angemeldet waren), dazu je einen Sohn von Cascadello I, Casentos, Cieran und Coolness sowie einen Enkel über Casalou PS, der wiederum von Casallco stammt.
Ebenfalls sechs Hengste kommen aus dem Zweig über Corrado I und Clinton dank Spitzenvererber Cornet Obolensky: Sein Sohn Cahil brachte einen von vier gemeldeten Söhnen durch. Comme il faut ist mit einem Sohn vertreten. Dessen Söhne Charaktervoll (zwei von drei) und Pegase van’t Ruytershof (einer) legen nach. Über Clinton kommt außerdem Eldorado van de Zeshoek ins Spiel.
Den Rest der Cor-de-la-Bryère-Gruppe teilen sich die Chacco-Blue-Söhne Chaccothage Blue PS und Chacoon Blue, Conthargos (über Converter und Contender) sowie Ermitage Kalone, der über Catoki und Cambridge ebenfalls in diese Linie gehört. Von Ermitage Kalone waren fünf Söhne gemeldet, einer hat es geschafft.
Diamant de Semilly: drei von drei für Diamant de Operette
Zehn Hengste gehen auf Diamant de Semilly zurück. Der Franzose selbst stellt zwei von drei gemeldeten Söhnen. Die beste Quote im ganzen Feld hat aber sein Sohn Diamant de Operette aus der Zucht von Manfred von Allwörden: Alle drei Söhne sind dabei. Hinzu kommen je ein Sohn von Diacont und Emerald van het Ruytershof. Über Diarado sind die Söhne Dinken und Diego de Semilly mit je einem Sohn vertreten, über Christian Ahlmanns Championatshengst Dominator 2000 Z dessen Sohn Domirado.
Capitol I: das Clarimo-Quartett
Der Hengst mit den meisten Nachkommen bei der Holsteiner Körung wird Clarimo sein. Von acht gemeldeten Söhnen sind vier ausgewählt, so viele wie von keinem anderen Hengst. Rechnet man seinen Sohn Cooper II hinzu, der einen Sohn schicken wird, sowie den Cardento-Sohn Vatson Sitte, kommt die Capitol-I-Linie auf sechs Hengste.
Furioso II, Almé und andere
Vier Hengste gehen auf Furioso II zurück. Über Voltaire kommen die Kannan-Söhne Keaton I (einer von vier) und Know-how sowie Denzel van ’t Meulenhof über Marius Claudius und Concorde, dazu der direkte For Pleasure-Sohn Forino.
Ebenfalls vier Hengste führen über Hors la Loi II und Jalisco B auf Almé zurück. Untouchable selbst stellt einen Sohn, sein Sohn Uriko geht dagegen leer aus, obwohl er mit vier Söhnen vertreten war. Die Uriko-Söhne United Way (einer von drei) und Uricas van de Kattevennen bringen die Linie dennoch weiter, ebenso Untouched (BEL) LB, der über United Touch S auf seinen Urgroßvater Untouchable zurückgeht.
Zwei Hengste gehen auf Darco zurück (über Ogano Sitte und O’Bailey van het Brouwershof), je einer auf Farn über Heartbreaker und Harley VDL sowie auf Mr. Blue über Zirocco Blue, der einen von vier Söhnen durchbringt.
Mit Bon Joker und Vitalis stehen zudem zwei Dressurvererber auf der Liste.
Holsteiner und andere Zuchtgebiete
105 Hengste standen im Vorauswahlkatalog, 44 davon sind ausgewählt, das entspricht 42 Prozent. Hinzu kommen die beiden Nachgemeldeten. Laut Katalogkennzeichnung stammen 24 der 46 Kandidaten von Holsteiner Vätern und 22 von Hengsten anderer Verbände. Am stärksten sind dabei Selle Français und BWP mit je vier Kandidaten, gefolgt von OS, SBS und KWPN mit je drei. Bei den Züchtern führt Manfred von Allwörden: Von sieben gemeldeten Hengsten sind sechs ausgewählt.
Mutterväter: Casall vorn
Als direkter Muttervater taucht Casall viermal auf, häufiger als jeder andere Hengst. Zählt man auch die zweite und dritte Muttervater-Position mit, liegen Casall und Landgraf I mit je sechs Nennungen gleichauf, dahinter folgen Quidam de Revel (fünf) und Capitol I (vier). Vollblut in den ersten drei Generationen bleibt die Ausnahme: Nur fünf Kandidaten haben einen Vollblüter unter den ersten drei Muttervätern, nämlich Julio Mariner xx, Grundyman xx, Chromatic xx, Heraldik xx und Mytens xx.
Spurensuche: Ladykiller xx über Landgraf I und Lord
Ladykiller xx hat Holstein vor allem über zwei Söhne geprägt: Landgraf I und Lord. In direkter Vaterlinie führt keiner der 46 Kandidaten mehr auf ihn zurück. Über die Mutterseite ist sein Blut dagegen breit vertreten, etwa über Casall, dessen Muttervater Lavall I ein Landgraf-I-Sohn ist, oder über Landgraf I selbst, der in mehreren Mutterlinien als zweiter oder dritter Muttervater steht.
Ein großer Teil des Lord-Bluts kommt über eine einzige Stute: Wodka II, eine Lord-Tochter aus der Gerona 2. Sie ist die Mutter von Clearway und damit Großmutter von Clarimo, Urgroßmutter von Cooper II und über Clearway auch im Pedigree von Cascadello I vertreten. Außerdem ist sie die Großmutter von United Way. Der Kandidat von Ermitage Kalone (Nr. 64) stammt sogar direkt aus der Stutenfamilie der Wodka II.
Familienbande
Abgesehen von Wodka II gibt es weitere Querverbindungen. Clarimos Mutter Wisma (v. Caletto II) taucht beispielsweise auch im Pedigree des Cieran-Sohns Nr. 28 auf, dessen zweite Mutter eine Capitol-I-Tochter aus der Wisma ist.
Cahils Mutter Operette III (v. Contender) ist zugleich die Mutter von Diamant de Operette und die Großmutter des Cooper-II-Sohns Nr. 40. Damit gehen fünf Kandidaten auf diese eine Stute zurück: der Cahil-Sohn Nr. 5, die drei Diamant-de-Operette-Söhne und Nr. 40.
